Tatsu-Ryu-Bushido Ausbildungsinhalte

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Tatsu-Ryu-Bushido Ausbildungsinhalte

Japanische Samurai-Kampfkunst umfasst weit mehr, als nur den Umgang mit dem Holzschwert im Dojo. Ein Gesundheitssystem, das Körperschule, Koordinationstraining, Tugenden, Vorbildfunktion und Charakterschule außerhalb des Trainings als Lebensweg praktiziert.

Von Beginn an wird auf eine qualifizierte und anerkannte Ausbildung aller Altersklassen unter Berücksichtigung neuester sportmedizinischer Erkenntnisse Wert gelegt. Im Tatsu-Ryu-Bushido werden alle Ausbilder auf Grundlage einer professionellen Ausbilderschule durch eine zusätzliche Qualifikation mit Ausbildereignungsprüfung zertifiziert. Grundlage hierfür sind die Anforderungen des Deutschen Olympischen Sportbundes, die mit Erfahrungen und Praktiken aus IHK-Schulungen und der Bundeswehrausbilderschule aufgebaut wurden.

Diese hohen Standards des Tatsu-Ryu-Bushido sind gleichermaßen beim Deutschen Sportbund und der Deutschen Sportjugend Rheinland-Pfalz anerkannt. Die einzelnen Ausbilderlizenzen werden durch regelmäßige Weiterbildungen verlängert.

Fundament der Kampfkunst Tatsu-Ryu-Bushido ist die Lehre der fünf Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere) von Miyamoto Musashi, die durch den Drachen verkörpert werden. Der Drache gilt in der asiatischen Mythologie als positives, heiliges Tier und verbindet Kraft und Geist, Beweglichkeit und Starre, Sanftheit und Härte.

Grundlage des Ausbildungsfundamentes sind die drei Stufen des Lernens (nachahmen, verstehen, anwenden). Fortgeschrittene haben hier die Möglichkeit, Aspekte anderer Kampfkünste als Bereicherung zu verstehen und diese in die Kampfkunst einfließen zu lassen. Die Ausbildung ist systematisch auf sieben Ausbildungsstufen mit jeweils zwei Gürteln aufgebaut. Zudem kommen noch drei Meisterstufen, die durch Lebens- und Kampfkunsterfahrung erlangt werden.

Alte Wege neu entdecken

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Das Ziel ist der richtige Weg

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Barrierefrei Sport und Kultur erleben

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Auf den Spuren der Samurai

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Zielsetzung für jeden Einzelnen: Tatsu-Ryu-Bushido sollte als Wegbegleiter zum täglichen Privat- und Schul-/Berufsleben gesehen werden und bietet somit einen angenehmen Ausgleich und Abwechslung. Der Unterricht wirkt sich für Kinder im täglichen Schulleben lernfördernd aus und bereitet durch den sozialen Umgang in der Gruppe auf das Berufsleben vor.

Disziplin, Konzentration und Meditation begleiten stets die Ausbildung. Dies kann als Beginn der geistigen Schulung angesehen werden. Zum Beispiel beginnt jede Unterrichtsstunde mit der traditionellen Eröffnung. Diese dient dem Vorbereiten von Körper und Geist auf das Training und der Respektsbezeugung gegenüber dem Übungsort, dem Lehrer und den anderen Schülern. Dies geschieht unter anderem auch aus Gründen der Charakterbildung.

Die Körperschule ist die Basis. Kernelement ist die Drachenstellung. In dieser Stellung, dem „Tako-no-kamae“ („Andere und Ich Kampfstellung“), wird dem Bushidoka die Möglichkeit gegeben, jedes der fünf Elemente gleichwertig zu nutzen und mit anderen Stellungen zu verbinden, sowie in jede Richtung zu agieren oder reagieren zu können. Basierend darauf soll ein harmonischer Fluss aus Techniken der einzelnen Elemente entstehen. Blocktechniken, Schläge und Stöße, Tritte, Feger und Sicheln, Hebel und Würfe werden frei miteinander verbunden eingesetzt, sodass auch hier keine Präferenz vorliegt. Hierbei ist jedoch zu erwähnen, dass die Techniken nicht gleichzeitig geschult werden, sondern je nach Sinn eines Angriffs und den realistischen Randbedingungen zu erlernen sind: „Erst sollte man lernen dem Angriff auszuweichen, bevor man ihm entgegen geht; wer nicht richtig fallen kann, braucht auch noch keine Würfe, Sicheln oder Feger; wer es nicht versteht richtig zu schlagen und zu blocken, braucht auch keine Hebel oder Würfe anzusetzen.“

Die Schwert- und Waffenschule sollte nicht als Ausbildung zu Kämpfern oder Kriegern gesehen werden. Die Waffen sind als Hilfsmittel für den eigenen Körper zu sehen und geben Einblicke in die verschiedenen Anwendungen. Meist wird die Waffe als Gefahr angesehen und nicht der, der sie anwendet. Genau hier erlernt man den notwendigen Respekt gegenüber jeder Waffe und des Partners, mit dem man die Techniken übt. Anfänger praktizieren zuerst ausschließlich mit Holzwaffen, um vorwiegend die Koordination mit einem Gegenstand zu erlernen und diesen zu kontrollieren. Erst nach längerem Praktizieren und Erlangen der Stufe 4 (4. + 3. Kyu) kommt man erstmals mit Metallwaffen in Kontakt. So können soziale Einstellungen zur Sache bereits im Vorfeld gesteuert werden. Bemerkenswert ist an dieser Stelle auch, dass es nie nennenswerte Verletzungen beim Umgang mit Waffen in dieser Kampfkunst gab.

Gerade die Ausbildung in der Natur ermöglicht jedem Schüler die Umsetzung der erlernten Techniken unter erschwerten Bedingungen. Zusätzlich erlernt man hier das Bewegen und Tarnen im Gelände. Jede Bewegung wird durch die Strategie beeinflusst. Der Schüler lernt, Fehler zu erkennen und selbständig zu beheben. Der soziale Aspekt in der Gruppe mit gemeinsam gestellten Zielen wird hier gefördert. Hierbei ist es wichtig zu lernen, in der Natur zu überleben und sich mit und ohne Hilfsmittel zurechtzufinden. In der Natur ist es sehr wichtig zu wissen, welche Pflanzen und Bäume nützlich sind für Kräutersammlung, Waffenbau und Ernährung. Auch das Wissen über Tiere und ihr Verhalten kann hierbei sehr hilfreich sein.

Die japanische Sprache, Geschichte und Kultur ergänzt das Hintergrundwissen in dieser Kampfkunst. Insbesondere werden hier historische Entwicklungen Japans und der Samurai behandelt. Wegweisend ist hier auch das Leben des berühmten Schwertkämpfers Miyamoto Musashi. Seine Lehre und das Buch der Fünf Ringe (Gorin-no-sho) begleiten noch heute die Ausbildung und den Geschäftsweg fast aller japanischen Manager und Firmenleiter. Die japanische Sprache begleitet die Ausbildung durch alle Gürtelgrade. Anfangs erlernt der Schüler nur einzelne Vokabeln, später die einfache Umgangssprache. Er erhält auch Einblicke in die japanische Schrift.

Ausbildungsthemen, Lehrprinzipien und Schwerpunkte der 7 Ausbildungsstufen: Im Tatsu-Ryu-Bushido werden die Ausbildungsinhalte in Kombination mit den fünf Elementen systematisch und optimal auf das Gürtelsystem übertragen. Die Stufe 1 (ab 14-jährige) wird in einem 10er Kursmodell (Schnuppermonat) geschult (auch ohne Mitgliedschaft) und zum Abschluss zum 8. Kyu-Grad geprüft. Folgend findet man die Übersicht der 7 Ausbildungsstufen, die dann mit einer Prüfung zur nächsten Farbe abgeschlossen werden, z.B. Stufe 2 = Prüfung zum 6. Kyu (grün):

Tradition pflegen

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Lebenphilosophie entwickeln

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Kampfkunst neu erleben

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Die innere Mitte für sich finden

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Konzentrationsfähigkeit verbessern

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Disziplin stärken

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Tugenden pflegen

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Stufe 1 (10.+9. Kyu) Grundstufe

  • Waffenlos: Stand und Bewegungslehre mit Grundtechniken, Ausweichtechniken in weiter Distanz. Einblicke in Hebel,- Wurf, Schlag, Stoß, und Tritttechnik
  • Waffenschule: Grundlagen
  • Natur/Wald: Grundlagen
  • Theorie: Dojo-Ordnung, Etikette, Strukturen Tatsu-Ryu-Bushido, Notwehr, Wer war Miyamoto Musashi

Stufe 2 (8.+7. Kyu) Anfänger – Element CHI (Erde)

  • Waffenlos: Harte Aktionen auf mittlerer Distanz (Blocktechniken, Schläge, Stöße, Tritte)
  • Waffenschule: Bokken, Tanbo I+II, Nitanbo
  • Natur/Wald: GRUPPE: Disziplin/Verhalten, Bewegen und Tarnen, Kommunikation, Ausrüstung, Orientieren im Gelände
  • Theorie: Miyamoto Musashi – Das Buch Erde (Grundlagen), Geografie, Leben, Sport und Gesellschaft in Japan

 

 

Stufe 3 (6.+5. Kyu) Anfänger – Element SUI (Wasser)

  • Waffenlos: Weiche Aktionen auf kurzer Distanz (Würfe, Sicheln)
  • Waffenschule: Bokken, Tanbo III+IV, Nitanbo II+III, Jo I+II, Bo I
  • Natur/Wald: GRUPPE: Naturkunde, Bewegen und Sichern, Lagerbau- und Sicherung
  • Theorie: Miyamoto Musashi – Das Buch Wasser (Grundlagen) Geschichte, Kultur und historische Entwicklung Japans

 

Stufe 4 (4.+3. Kyu) Fortgeschrittene – Element KA (Feuer)

  • Waffenlos: Aktion des Gegners im Ansatz brechen und Hebel/Transport
  • Waffenschule: Bokken, Jitte I+II, Tanto I, Nitanbo IV, Jo III+IV, Bo II+III
  • Natur/Wald: EINZELN: Strategie, Bewegen und Tarnen, Hindernisse und Klettern
  • Theorie: Miyamoto Musashi – Das Buch Feuer (Grundlagen), Samurai

 

Stufe 5 (2.+1. Kyu) Fortgeschrittene – Element FU (Wind)

  • Waffenlos: Kraft nehmen und um- oder weiterleiten, sowie Technikvermeidung
  • Waffenschule: Bokken, Tachi, Yari I+II, Naginata I, Bo IV, Jitte III+IV, Tanto II+III
  • Natur/Wald: EINZELN: Strategie, Bewegen und Sichern, Schwimmen, Überlebenstraining
  • Theorie: Miyamoto Musashi – Das Buch Wind (Grundlagen), Shinobi (Ninja)

 

Stufe 6 (1.+2. Dan) Leistungsgrade – Element KU (Leere) I

  • Waffenlos: Kombination aus den Stufen 1-5, Atemi, Würgetechniken
  • Waffenschule: Tachi, Kodachi, Shuriken I+II, Tessen I, Tanto IV, Yari III+IV, Naginata II+III
  • Natur/Wald: Mobile Gruppenleitung, Gruppenauftrag
  • Theorie: Miyamoto Musashi – Das Buch der 5 Ringe, Bushido

 

Stufe 7 (3.+4. Dan) Lehrergrade – Element KU (Leere) II

  • Waffenlos: freie Entwicklung der individuellen Stärken
  • Waffenschule: Tachi, Kodachi, Nito, freie Wahl, Shuriken III+IV, Tessen II+III, Naginata IV
  • Natur/Wald: Freie Wahl
  • Theorie: Freie Wahl
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