Wenn die Sonne über der Friedelsheimer Trainingswiese steht, braucht es nicht viel, um echtes Budo-Feeling entstehen zu lassen – nur Leidenschaft, Fokus und die richtige Trainingsgruppe. Am Samstag, den 8. August 2026, kam eine motivierte Gruppe fortgeschrittener Tatsu-Ryu-Bushido Mitglieder zusammen, um den Sommer für eine intensive und abwechslungsreiche Freiluft-Einheit zu nutzen. Auch wenn Sensei Thorsten dieses Mal nicht persönlich dabei sein konnte, schmälerte das weder die Energie noch das Niveau des Trainings. Im Gegenteil: Die höheren Graduierungen nutzten die Gelegenheit, um in Eigenregie tiefer in komplexe Bewegungsabläufe einzutauchen und ihr Können untereinander zu schärfen. Den Auftakt machten flüssige Tai-Jutsu Drills, bei denen Schnelligkeit, Distanzgefühl und die korrekte Körpermechanik im Vordergrund standen. Die gewonnene Dynamik ging direkt in die Praxis über: Bei kontrolliert ausgeführten Takedowns zeigte sich, wie effektiv die Prinzipien der Kampfkunst im direkten Partnerkontakt greifen. Anschließend verlagerte sich das Geschehen auf den Boden. In gezielten Bodenkampf-Übungen rangen die Teilnehmer um Positionierung, übten Befreiungstechniken und arbeitenen daran die nötige Gelassenheit in engen Situationen zu verfeinern. Zum Abschluss wurde es klassisch: Der Einsatz von Jo (Holzstab) und Bokken (Holzschwert) brachte die unverwechselbare Eleganz und Schärfe des traditionellen Waffentrainings auf die Wiese. Das Zusammenspiel aus Distanzkontrolle (Maai), präzisen Schnitt- und Stoßführung sowie dem klackenden Holz unter freiem Himmel sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre. Dieser Sommertag hat einmal mehr gezeigt: Tatsu-Ryu-Bushido ist mehr als nur ein wöchentlicher Termin im Dojo. Es ist eine Gemeinschaft, die Eigeninitiative schätzt, sich gegenseitig fordert und den Weg der Kampfkunst mit Begeisterung lebt.
🇩🇪 Drei Krieger, eine Wiese: Wenn Eigeninitiative den Weg weist
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