Wissen – Reisen nach Japan heute

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Wissen – Reisen nach Japan heute

In keinem anderen Land liegt Tradition und Moderne so dicht beieinander. Vor allem das alte Japan ist von größtem Interesse. Wer das erste Mal nach Japan reist, sollte mindestens acht volle Tage einplanen, um das Wesentliche zu sehen. Artikel Jahr 2010!

Kampfsportler und Trainingsreise

Ein Traum von vielen Freunden der japanischen Kampfkünste ist es, einmal nach Japan zu reisen und diese Kampfkunst im Original zu erleben. Eine Trainingsreise nach Japan muss man gut vorbereiten, um nicht in einem Touristen-Trainingscenter zu landen. Um in eine seriöse und originale Schule zu gelangen, bedarf es aber guter Kontakte, denn meist wird japanische Lebenserfahrung vorausgesetzt, um einmal traditionelles und originales Training zu erleben. Wer das erste Mal nach Japan reist, benötigt einige Zeit um das Land kennenzulernen. Die vielen Eindrücke lassen den Trainingswunsch schnell vergessen, aber ein landeskundiger Reiseveranstalter wird Ihnen Trainingsmöglichkeiten in einer seriösen und renommierten Schule anbieten.

Wo soll es hingehen?

Wer von Japan hört, denkt auch gleich an die Hauptstadt Tokio. Tokio sollte man einmal gesehen haben, jedoch ist anzumerken, dass es eine Großstadt mit 13 Millionen Einwohnern ist und sie sich nicht unbedingt grundlegend von anderen Großstädten der Welt unterscheidet. Ohne Insider lässt man von Tokio am besten die Finger weg und geht für viel weniger Geld in eine andere Weltstadt. Was man meist vergisst, ist die alte Kaiser- und Hauptstadt bis 1868 – Kyoto. Wer das alte Leben der Samurai erleben will, Burgen und Tempel sehen möchte, bei denen wichtige historische Ereignisse geschahen, kommt an Kyoto nicht vorbei. Kyoto mit 1,5 Millionen Einwohnern kann man mindestens 5-mal bereisen und findet immer wieder etwas Neues. Zudem liegt es zentral und ermöglicht einem alle anderen interessanten Reiseziele (Nikko oder Kamakura) mit dem Schnellzug Shinkansen zu erreichen. Die Tatsache, dass Kyoto von Bombenangriffen im zweiten Weltkrieg verschont blieb, verdeutlicht den Charakter und die Lebensart des Alt-Japan besonders.

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Kyoto und Umgebung

Es sollten mindestens zwei Tage für Kyoto eingeplant werden, um zumindest das Wichtigste gesehen zu haben. Dazu gehören der berühmte „Kinkakuji (Goldene Tempel)“ der für einen Shogun im Jahre 1408 erbaut wurde; Ginkakuji (silberner Tempel) der 1490 zum Tempel wurde; Ryoanji (Felsgarten) dem wohl berühmtesten Gartenkunstwerk des japanischen Zen-Buddhismus aus dem Jahre 1473; das Nijo-Schloß von dem Shogun Tokugawa Ieyasu aus dem Jahre 1603 und der „Heian-Schrein“ der im kleineren Nachbau 1895 an den erstes Kaiserpalast 794 (Haian-Zeit) erinnern soll. Nara, Himiji und Koga sind sehr schöne und interessante Ziele, die von Kyoto aus in einem Tagesausflug erreicht werden können. Nara gehört ebenfalls zu den ältesten Städten Japans und bietet viele schöne Sehenswürdigkeiten wie den „Todai-ji“, dem mit 49 Meter Höhe größten Holzbau der Welt, welcher innerhalb einen wunderschönen bronzenen Buddha von 16 Metern Höhe beherbergt. Im Nara-Park gibt es zahme Rehe und die Ruhe der Natur zu erleben. Von 710 bis 784 war Nara sogar die erste feste Hauptstadt, wo sich der Kaiser aufhielt. Heute leben rund 340.000 Einwohner in Nara. Himiji ist vor allem bekannt durch seine Himiji-Burg, die nicht nur die größte, sondern auch wohl die schönste Japans ist. Das heutige Weltkulturerbe der UNESCO ließ Ikeda Terumasa 1601 bis 1609 bauen. Eine Ritterburg, in der auch Miyamoto Musashi war. Aber auch der berühmte Filmort Mt. Shosha des „Last Samurai“ befindet sich auf dem Berg bei Himiji. Himiji mit rund 450.000 Einwohnern, hat eine direkte Shinkansen Anbindung und ist somit schnell zu erreichen. Wer ein noch altes und originales Ninjahaus sehen will, kommt an Koga (Koga-Ninja) nicht vorbei. Alles wirklich einmalige Sehenswürdigkeiten, die nicht verpasst werden sollten.

Tipp!!! Eine erweiterte Reise könnte als Erstreise Kyoto und Japan (Westjapan) sein. Bei einer Zweitreise könnte es Kyoto und Hiroshima/Nagasaki (Südjapan) oder Hakodate/Sapporo (Nordjapan)

Tradition pflegen

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Lebenphilosophie entwickeln

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Kampfkunst neu erleben

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Die innere Mitte für sich finden

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Konzentrationsfähigkeit verbessern

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Disziplin stärken

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Tugenden pflegen

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Reisegruppe und Begleiter

Es ist schwer zu sagen, wer ideal dafür ist, eine solche Reise durchzuführen. Jedoch kann man folgende Tipps vielleicht als Anhaltspunkt mit in seine Planung einbeziehen: Um möglichst flexibel und mobil zu bleiben, sollte eine optimale Gruppe mit Reisebegleiter aus 2 bis 4 Personen bestehen. Es gibt Reiseziele, die mit einem Bus oder Zug nur schwer zu erreichen sind. Dennoch sind auch Gruppen bis rund 25 Personen für eine solche Reise möglich. Wenn es mal mehr sind, muss die Gruppe dementsprechend aufgeteilt werden. Es ist für eine Gruppe wichtig, persönlichen Kontakt aufbauen zu können. Der Betreuer sollte einen Bezug zu jedem einzelnen Teilnehmer herstellen können. Wenn ein Organisator Japan nicht kennt und selbst nicht schon mindestens einmal dort war – Finger weg.

 

Tipp!!! Als Fluggesellschaften bieten sich Lufthansa, ANA und JAL an. Diese fliegen alle direkt ab Frankfurt nach Tokio in rund 11 Stunden ohne Zwischenstopp.

Wann ist die beste Reisezeit

Japan bietet das ganze Jahr ein interessantes und abwechslungsreiches Programm, jedoch sprechen für die Reisezeit März/April zwei entscheidende Faktoren: die „Sakura (Kirschblütenzeit)“, das wohl wichtigste Fest der Japaner und der März mit seinen angenehmen Temperaturen gehört zur günstigsten Reisezeit.

Tipp!!! August ist nicht nur die heißeste Zeit, sondern auch die teuerste Reisezeit (neben Mai).

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Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Japaner verlangen kein perfektes Japanisch, jedoch freut es sie ungemein, wenn man über einen kleinen Wortschatz verfügt, um sich z. B. vorzustellen. Englisch ist allerdings meist nur in Großstädten oder unter studierten Leuten zu finden. Japaner sind sehr gastfreundlich und empfinden es als ehrenvoll, die Kosten für einen Gast zu übernehmen (eine Revanche ist selbstverständlich dann auch in Betracht zu ziehen). Das Verhalten spielt generell eine wichtige Rolle in Japan. Ein kleiner Vorbereitungskurs kann vor Peinlichkeiten bewahren!

Tipp!!! Ein kleines Geschenk für den Japanischen Gastgeber (Trainer/Hausherr) gibt ein kostenloses und ernst gemeintes Lächeln zurück

Was kostet mich Japan (Wechselkurs April 2010 – Reisezeit März oder November)?

„Soviel man ausgeben möchte“, könnte man sagen, jedoch beschränken wir uns erst einmal auf die wesentlichen Kosten. Gehen wir einmal davon aus, dass 1.000 Yen ungefähr 7 Euro sind. Dann können Sie ungefähr mit Folgendem rechnen:

  • Flug;  ca. 800 bis 1.200 Euro
  • Essen pro Mahlzeit :   ca. 4 bis 12 Euro
  • Ausflug z.B. Tokio nach Nikko:  15 bis 25 Euro (Zugticket und Eintrittspreise)
  • Unterkunft Ryokan (traditionelles Hotel) pro Nacht 60 bis 90 Euro
  • Besichtigung mit Eintrittspreis je 4 bis 6 Euro

Also ohne Verpflegung und Geschenken kann man mit rund 2.500 Euro für 10 bis 14 Tage rechnen.

Tipp!!! Für ungefähr 200 Euro kann man mit dem Japan-Zugticket sieben Tage in einer Region reisen. Dieses Angebot kann aber nicht in Japan gebucht werden, sondern in Deutschland. Gute Veranstalter bieten das Ticket automatisch mit an oder haben es im Reisepreis integriert. Es ist günstiger wie eine einzelne Verbindung von Tokio nach Kyoto mit dem Schnellzug Shinkansen.

  • Autor: Christian Wiederanders, 2010
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