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TATSU-RYU-BUSHIDO Entstehung & Entwicklung

Über 30-jährige nationale und internationale Erfahrung

 

1987-1990: Start am 4. April 1987 - Erste 5 Jahre Training ausschließlich in freier Natur

Der Unterricht des Tatsu-Ryu-Bushido begann am 4. April 1987 als Kampfkunst-AG/Freizeitgruppe in Limburgerhof (Rheinland-Pfalz). Limburgerhof liegt in der Pfalz zwischen Ludwigshafen am Rhein und Speyer. Diese wurde vom Begründer Christian Wiederanders ins Leben gerufen, der bis heute noch im Tatsu-Ryu-Bushido Limburgerhof e.V. ehrenamtlich aktiv ist.In den ersten Jahren wurde der erste Unterricht drei bis fünf Mal in der Woche auf dem Gelände der Rudolf-Wihr-Schule Limburgerhof(Rheinland-Pfalz) im Freien abgehalten. Zu den ersten 8 Teilnehmern gehörte auch Meisterschüler Juan Antonio Pena Salinas, der heute in Gran-Canaria lebt und Tatsu-Ryu-Bushido lehrt. Zum zweijährigen Bestehen wurde einheitlich die schwarze Trainingskleidung eingeführt und neben Trainingsreisen nach Kenia fand das erste Trainingszeltlager damals in Wachenheim (Pfalz) statt. Zusätzlich wurden Waldlehrgänge an der Hardenburg/Nonnenfels in Bad Dürkheim durchgeführt.

1991-1994: Der 1. Verein – Tatsu-Ryu-Bushido Limburgerhof e.V. wurde am 17. März 1991 gegründet

Da das Trainieren in schwarzer Kleidung in öffentlichen Parks und Schulgeländen oftmals mit Skepsis betrachtet wurde und Kampfkunst damals der öffentlichen Meinung nach (abgesehen von wenigen etablierten Wettkampfsportarten), alles andere als einen renommierten Stellenwert hatte, wurde 1991 der eingetragene Sportverein "Sport Club Limburgerhof e.V." – später Budo-Club-Limburgerhof e.V. – heute "Tatsu-Ryu-Bushido Limburgerhof e.V." gegründet und erstmals die Ausbildungsinhalte definiert. Daraufhin konnte die Kampfkunst erstmalig in einer Sporthalle praktiziert werden. Der erste Hallen-Unterricht fand in der Rudolf-Wihr-Halle Limburgerhof Anfang 1992 statt. Zusätzlich begann im Winter 1992 der Unterricht in der Carl-Bosch-Gymnastikhalle Limburgerhof. Dies hatte zahlreiche positive Effekte: zum Einen wuchs die Attraktivität für Interessenten, die nicht bei jedem Wetter draußen trainieren wollten, zum Anderen wurde der Unterricht im Winter wesentlich angenehmer. Es gab weniger Probleme mit der Witterung und der abendlichen Dunkelheit, die gerade bei weniger erfahrenen Schülern die Übungen mit dem Partner enorm behinderte. 1993 ging Christian Wiederanders für 12 Jahre zur Bundeswehr-Luftwaffe und erweiterte seinen Horizont unter anderem in der Sportschule Warendorf (Olympiastützpunkt der Bundeswehr), sowie Militärstrategischen Ausbildungen. Natürlich bildete er sich immer wieder in verschiedenen Kampfkünsten weiter, die er in seiner Bundeswehrlaufbahn kennen lernte.

1995-1997: Die ersten Auftritte in der Öffentlichkeit – Erster lizenzierter Übungsleiter

In der folgenden Zeit starteten auch die ersten Wochenendlehrgänge im Wald, um eine deutlichere Trennung zwischen Hallen- und Naturtraining zu haben. Weiterhin begann in dieser Zeit die erste Kindergruppe ihren Unterricht. Ein Kyu-Prüfungsprogramm war ebenfalls inzwischen ausgearbeitet worden, so dass man sich 1996 endlich ins Licht einer breiteren Öffentlichkeit wagte und sich mit einer Vorführung auf dem Bürgerfest in Limburgerhof, an welchem die ortsansässigen Vereine üblicherweise teilnehmen, präsentierte. Vornehmliches Ziel war es hierbei, Jugendliche für japanische Kampfkunst zu interessieren. Es ging allerdings auch darum, in der zum Teil noch recht unbedarften Öffentlichkeit Aufklärungsarbeit über diesen weitreichenden Lebensweg im Rahmen einer Kampfkunst zu leisten. Die Resonanz der Bürger war absolut positiv, sodass die Teilnahme am Bürgerfest für die nächsten Jahre fester Bestandteil in der Planung wurde und auch andere Vorführungen absolviert wurden, um das Interesse der Öffentlichkeit weiter zu erregen. Um eine gute didaktische und methodische Ausbildung bieten zu können, besuchte Christian Wiederanders 1996 die Sportschule Warendorf (Olympiastützpunkt der Bundeswehr) um die DOSB-Übungsleiterlizenz zu erwerben.

1998-2000: Die Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V. wird mit weiteren Vereinen gegründet

Im Jahr 1998 waren die Strukturen der Kampfkunst soweit gefestigt, dass mit der Gründung eines Dachverbands, der "Deutschen Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V." in Limburgerhof, ein weiterer Meilenstein zur fortschreitenden Entwicklung und Expansion gelegt wurde. Im selben Jahr wurde in Bad Dürkheim auch zum ersten Mal eine weitere Schule des "Tatsu-Ryu-Bushido" eröffnet, welche sich schnell als starkes zweites Standbein im Verband etablierte. Trotz des provinziellen Charakters und dem wieder mehr im Freien stattfindenden Unterricht in Bad Dürkheim hatte diese Schule für eine gewisse Zeit guten Zulauf. Obwohl bereits zu Beginn der 90er die ersten Kinder am Training in Limburgerhof teilnahmen, konnte durch die gesammelten Erfahrungen und einem überarbeiteten Konzept erst im Jahre 1998 eine offizielle Kindergruppe aufgebaut werden. Ende der 90er zählten Schulen wie Ludwigshafen und Landau hinzu. Dem Wandel von Zeit und Technologie folgend, startete ein Jahr später die Internetpräsenz dieser Kampfkunst am 26. August 1999. Es wurde eine umfangreiche Seite und Stoffsammlung zum Thema Kampfkunst, welche erst durch die eingereichten Beiträge zahlreicher Schüler möglich wurde, angelegt. Heute ist diese Homepage als Präsentations- und Informationsmedium kaum mehr wegzudenken. Besonders auch den Mitgliedern des gewachsenen Verbands, bietet sie einen schnellen und einfachen Weg, an aktuelle Informationen zu gelangen und erspart zudem der Verbandsleitung langwierige Telefonketten oder Briefe zur Verbreitung wichtiger Mitteilungen.

2001-2004: Die erste Bushido-Gala und weitere Vereine

Im Jahre 2001 wurde dann die erste "Bushido-Gala" zum Gründungsdatum organisiert, allerdings zunächst nur für Familienangehörige und Mitglieder. Erst im nächsten Jahr öffneten wir die Pforten, um dieses nun regelmäßige Fest für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Jahr 2001 wurde die Schule in Karlsruhe und im Jahr 2003 die Schule in Germersheim, Haßloch und Ettlingen eröffnet. Im Jahr 2003 war schließlich auch das Ausbildungs- und Prüfungsprogramm soweit ausgereift, dass man es erstmals für externe Interessenten ermöglichte, einen Trainerlehrgang (IKA= Intensivkurs zum Ausbilder, 120 LE über 12 Monate) zu absolvieren. Aufgrund der enormen Fülle an Inhalten, die binnen kurzer Zeit vermittelt wurden, richtete sich dies jedoch vornehmlich nur an fortgeschrittene Schüler oder Lehrer einer anderen Kampfkunst, welche die Möglichkeit hatten, das Erlernte mit einem Übungspartner schnell zu verinnerlichen.

2005-2007: das Tatsu-Ryu-Bushido wird international

Erst im Jahr 2005 fühlten wir uns wirklich reif, uns mit unseren Schülern auf verschiedenen Budo-Seminaren unter den kritischen Augen anerkannter Kampfkünstler zu präsentieren und waren von der sportlichen Offenheit und dem gemeinsamen Geist der Kampfkunstkollegen derart begeistert, dass wir ein Jahr später selbst ein derartiges Seminar (2006+2007) in Limburgerhof zusammen mit der Bushido-Gala ausrichteten. Verschiedene Ausbilder und Schüler nahmen ebenfalls auch an den internationalen Budo-Camps in Holland (2006+2007), Sri Lanka (2006) und Thailand (2007) teil. Parallel konnte das Kyu- und Dan-Ausbildungsprogramm fertig gestellt werden, welches bislang durch ein Übergangsprogramm (2000+2003), umfassend bis einschließlich des 1. Kyu-Grads, umgesetzt wurde.

2007: Das Jahr des Umbruchs

Im März 2007 reiste Saiko-Shihan Christian Wiederanders nach Kyoto (Japan) um die weitere Zukunft dieser Kampfkunst zu gestalten. Das „Tako-Ryu-Bushido“, wird ab dem 1. Januar 2008 unter dem Namen "Tatsu-Ryu-Bushido", weitergeführt. Zudem wurde am 18. März 2007 in Kyoto die "World Tatsu-Ryu-Bushido Kai" von Saiko-Shihan Christian Wiederanders gegründet. Die Erfahrungen der letzten 20 Jahre wurden nun ein- und umgesetzt: Das bisherige Kyu-Ausbildungs- und Prüfungssystem wurde verfeinert und in seiner Effizienz deutlich verstärkt. Ebenfalls legte Timo Gartner seine Prüfung zum 1. Dan ab. Des Weiteren wurde das Dojo Mannheim eröffnet. Zudem werden nur ausgesuchte und qualifizierte Ausbilder und Betreuer im Tatsu-Ryu-Bushido zur Verfügung gestellt. Dazu gehören neben einer qualifizierten Ausbildung, eine aktuelle Erste-Hilfe-Ausbildung, ein unterschriebener Ehrenkodex und ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag.

2008-2010: Zwei Kultur- und Gruppenreisen nach Japan – Mitgliedschaft beim DOSB

Im März 2008 fand die erste selbstorganisierte Japan-Reise für eine Gruppe mit 25 Teilnehmern statt. 2008 wurde in Schwetzingen Tatsu-Ryu-Bushido angeboten. Im ersten Halbjahr 2009 würdigte der Deutsche Olympische Sportbund mehrfach die Arbeit des Tatsu-Ryu-Bushido. Als erstes wurde der Tatsu-Ryu-Bushido Limburgerhof e.V. als Mitglied im Sportbund-Pfalz aufgenommen. Bereits einen Monat später wurde die Erste Aus- und Weiterbildungsmaßnahme für die Sportjugend-Pfalz in Limburgerhof durch das Tatsu-Ryu-Bushido übernommen. Das Tatsu-Ryu-Bushido wird mit seinen Präventionstrainern im Programm "Sport Pro Gesundheit" aufgenommen und am 20. Juni 2009 erhielt Christian Wiederanders für seine Verdienste im Sport die bronzene Ehrennadel. Eine weitere Japanreise fand im März 2010 mit 36 Teilnehmern statt und wurde von Christian Wiederanders organisiert. Timo Gartner legte erfolgreich seine Prüfung zum 2. Dan in Speyer ab. Der Meisterschüler Juan Antonio Pena Salinas, 3 .Dan, eröffnet in Gran Canaria sein eigenes Dojo. Hierzu reiste Christian Wiederanders im Sommer 2010 auf die Canaren, um den Grundstein zu legen. Thorsten Klein legte im 18. Internationalen Kampfkunst- und Abenteuerzeltlager 2010 in Gerbach als erster die Prüfung zum 4. Dan-Grad ab. Manuel Huck aus Waldbronn legte ebenfalls die 1. Dan-Prüfung ab. Im August 2010 wurde auch im hohen Norden, Wilhelmshaven, ein Tatsu-Ryu-Bushido Dojo eröffnet. Mit der Einführung des 10er "Einführungskurs in die Trainingsmethoden der Samurai" im September, können nun mehr Mitglieder angesprochen und gewonnen werden.

2011-2013: Tatsu-Ryu-Bushido Sommerreisen nach Gran Canaria, Türkei und Kos

Im Januar 2011 starten die ersten Seminare auf Gran Canaria. In diesem Jahr nahm man auch erstmals auf der Hanami 2011 in Ludwigshafen, der Connichi in Kassel und der Messe Offerta in Karlsruhe mit einem Mitmachprogramm, Infostand und Vorführungen teil. 2011 wurde auch erstmals für Benni und Co e.V. ein Benefizseminar in Limburgerhof durchgeführt. Mit der ersten Urlaubs- und Trainingsreise mit rund 30 Mitgliedern und Verwandten ging es im Sommer 2011 nach Maspalomas auf Gran Canaria. Nach dem fünften durchgeführten Lehrgang im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Zertifizierung 2011 von Christian Wiederanders mit der DOSB-Ausbilderlizenz, ist das Tatsu-Ryu-Bushido nun eine feste Größe im Bereich Aus- und Weiterbildung bei der Sportjugend-Rheinland-Pfalz. Die zweite Urlaubs- und Trainingsreise 2012 ging im Sommer nach Side (Türkei). Das Jahr 2012 des 25-jährigen Bestehens des Tatsu-Ryu-Bushido wurde im Oktober im Dojo Tilburg (Niederlande) eine Jubiläumsfeier durchgeführt. 2013 wurde die Internetpräsents und deren Inhalte und Kurskonzepte überarbeitet. Hierzu kam auch im Februar das Kurskonzept "Bis hier und nicht weiter" dazu, das speziell für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren angeboten wird. Im Mai startete erstmals das bundesweit anerkannte Projekt "Nicht mit mir - Schütz dich vor Gewalt!" mit seinen neuen zertifizierten Kurzleitern. Im Dezember 2013 legte Mira Voth aus dem Dojo Ettlingen die 1. Dan-Prüfung ab.

2014-2017: Viele Veranstaltungen und 5fach ausgezeichnet


Auf dem Kirschblütenfest 2014, wurde Christian Wiederanders mit der silbernen Ehrennadel des Sportbundes-Pfalz ausgezeichnet. Auch ging es in diesem Jahr erstmals auf das Mittelalterfest in Waldsee - Pfalz. Im Jahr 2015 wurde das Tatsu-Ryu-Bushido Limburgerhof ausgewählt, am Projekt "Initiative Sportverein 2020" mit zahlreichen Workshops teilzunehmen. Manuel Huck aus dem Dojo Waldbronn wurde mit dem Bestehen der 3.Dan– Prüfung zum Sensei ernannt. Auch nahm man 2015 wieder am Straßenfest in Limburgerhof teil. Mit einem Ausbilderlehrgang in Speyer, startete das Jahr 2016. Marius Roth und Ingolf Vogel legten im Rahmen des Samurai-Camps in Gerbach erfolgreich ihre Dan-Prüfung ab und wurden in den Rang eines Sensei-Ho erhoben. Auch sportartenübergreifend nahm man mit einem Team am CarFit - Fußballtennisturnier in Limburgerhof teil. Ein Highlight war auch die Teilnahme an der Kreissportschau in Böhl-Iggelheim mit einer Vorführung des Tatsu-Ryu-Bushido. Der Abschluss in diesem Jahr war die Teilnahme an der EpicCon in Frankfurt am Main. 2017 wurde das Tatsu-Ryu-Bushido, im 30-jährigen Bestehen, 5fach ausgezeichnet: Hierzu gehört die Erneuerung des Gütesiegel "Kinder- und Jugendfreundlicher Sportverein!" aus dem Jahr 2011; der Verlängerung des Qualitätssiegel "Sport-Pro-Gesundheit" aus dem Jahr 2009, dem neuen Qualitätssiegel der Krankenkassen "Deutsche Standard Prävention" und dem 13. Pfalzpreis. Ein besonderes Highlight im September war die Auszeichnung "Sportvereint" durch die Ditmar-Hopp-Stiftung. Ebenfalls fand in diesem Jahr das 25. Internationale Kampfkunst- und Abenteuerzeltlager in Gerbach/Pfalz statt. Auch die Fortbildung im Tatsu-Ryu-Bushido stand wieder im Vordergrund und es fanden zahlreiche Qualifikationslehrgänge zum Thema "Gewaltprävention" und "Keine Macht den Drogen!" statt. Neu hinzu kamen 2017 Lehrgänge für die VHS (Kreisvolkshochschule Rhein-Pfalz-Kreis) zum Thema Prävention. Auch der "Sportverein 2020" geht in die 2. Runde und das Tatsu-Ryu-Bushido wurde wieder ausgewählt. Schwerpunkt diesmal "Sport für ältere".

2018: Umsetzung des Projektes "Sportverein 2020"


Nach dem Neujahrslehrgang ging es direkt zur Fortbildung "Nicht-mit-mir Kursleiter" um zum einen bestehende Lizenzen zu verlängern und zum anderen weitere Kursleiter auszubilden. Am 25. Februar besteht die "Deutsche Tatsu-Ryu-Bushido Kai e.V." 20 Jahre. Auch finden im Jahr 2018 sportartenübergreifende Fortbildungen der Sportjugend-Pfalz in Limburgerhof statt. Die Fertigstellung des "Sportverein 2020" findet man in der neuen Handy App und der neuen Internetpräsenz des Tatsu-Ryu-Bushido. Stand: 30.04.2018

 

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